Jeder Privatanleger oder institutioneller Investor weiß, dass ein aktives Management des eigenen Portfolios ein bedeutender Faktor für langfristige Gewinne ist. Die Trends am Markt wechseln und dementsprechend sollte das Portfolio auch angepasst werden. Hierfür ist natürlich eine genaue Recherche und Analyse der aktuellen Marktlage äußerst wichtig, um nicht die falschen Entscheidungen zu treffen. Nicht umsonst besitzt ein Großteil der institutionellen Investoren eine interne Analyse und Risikomanagement Abteilung. Diese bewertet kontinuierlich die aktiven Positionen im Depot und passt diese der dementsprechenden Situation am Aktienmarkt an.

Privatanleger haben ein Informationsdefizit

 Privatanleger haben gegenüber Institutionen einen großen Nachteil. Oft fehlen die Zeit und auch das Wissen gezielt nach Informationen für die Investitionsentscheidung zu suchen. Dennoch können Sie als Privatanleger einige Werkzeuge nutzen, um mit wenig Zeitaufwand Ihr Portfolio zu optimieren und dadurch die langfristige Gewinnmöglichkeit zu steigern. Eines dieser effizienten Werkzeuge ist der Börsenbrief. 

Was ist ein Börsenbrief?

Ein Börsenbrief ist eine in regelmäßigen Abständen erscheinende Publikation, welche Finanzanalysen und Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen für Aktien, Fonds, Anleihen, Devisen, Derivate, Terminkontrakte und so weiter enthält. Mittlerweile existieren im Internet unzählige Börsenbriefe und für den Laien ist es oft schwierig zwischen den Angeboten zu wählen. Denn nicht jeder Börsenbrief wird von unabhängigen Finanzverlagen publiziert und ist somit wirklich seriös. Zudem verfolgt jeder einzelne Börsenbrief eine vordefinierte Anlagestrategie wie z. B. das Value-Investing oder fokussiert sich auf bestimmte ausgewählte Märkte. Daher ist es für Privatanleger wichtig, bei der Suche nach dem richtigen Börsenbrief, eine gut überlegte Wahl zu treffen. Hierfür einige Kriterien, welche für die Qualität eines Börsenbriefs bedeutend sind.

Börsenbrief: Qualitätskriterien

 Auf Internetportalen wie zum Beispiel boersenkiosk.de können Sie zwischen unzähligen Börsenbriefen wählen. Der Vorteil dabei ist, dass Sie den Börsenbrief auch via Einzelkauf erwerben können. Normalerweise werden Börsenbriefe in einem Abonnement angeboten. Dadurch ist es möglich ohne viel Risiko den Börsenbrief einmalig zu testen. Aber wie genau kann man die Qualität eines Börsenbriefs bewerten bevor man sich für ein Angebot entscheidet? Hierzu einige Auswahlkriterien.

  • Erfahrungsberichte: Erfahrungsberichte von anderen Privatanlegern und vergangene Performance-Indikatoren sind ein guter Anhaltspunkt für die Auswahl des eigenen Börsenbriefs. Hierbei kann die vergangene Performance des Börsenbriefs als Richtwert hergenommen werden und gegen die Performance von führenden Leitindexen verglichen werden. Einfach ausgedrückt: „War die vergangene Performance des Börsenbriefs besser im Vergleich zu Performance des DAXs (Deutsche Aktien Index)?“ Ist die Antwort nein, dann sollten Sie den Börsenbrief meiden. Ist die Antwort ja, dann handelt es sich um ein Angebot, welches seinen Preis wert ist.
  • Rankings von Börsenbriefen: Einige unabhängige Wirtschaftszeitschriften und Finanzanalysten veröffentlichen regelmäßige Börsenbrief-Rankings. Diese können Sie verwenden, um die Qualität der Angebote zu bewerten.
  • Geschichte des Börsenbriefs: Seit wann besteht der Service? Nur wenn ein Börsenbrief seit vielen Jahren besteht, beweist dies, dass es sich um ein vernünftiges Angebot handelt. Denn täglich werden neue Börsenbriefe herausgebracht und nur die Zeit verhilft die Spreu vom Weizen zu trennen.
  • Redaktion des Börsenbriefs: Als zusätzlicher Anhaltspunkt für die Qualitätsbeurteilung eines Angebots ist es wichtig zu wissen, wer der eigentliche Herausgeber des Börsenbriefes ist? Die Herausgeber des Börsenbriefs sollten am besten selber Investoren sein beziehungsweise seit einigen Jahren als Wirtschaftsredakteur gearbeitet haben.